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Onkologie Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 395.000 Menschen neu an Krebs, 210.000 sterben an den Folgen einer Krebserkrankung. Krebs ist in den Industrienationen nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Im Jahr 2020 werden nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit 15 Millionen Menschen neu davon betroffen sein. Damit würde die Neuerkrankungsrate gegenüber 2000 um 50 Prozent steigen. Hauptgrund für diesen Anstieg: Es gibt immer mehr alte Menschen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer bei 66 und für Frauen bei 67 Jahren. Die Entstehung von Krebs ist zu einem großen Teil auf eine defekte Fehlerkorrektur der Erbsubstanz zurückzuführen: Je älter der Mensch wird, desto unzuverlässiger arbeitet dieses Reparatursystem und umso wahrscheinlicher wird es, an Krebs zu erkranken. Informiert sein hilft Die Erkenntnisse über das Wesen von Krebserkrankungen wachsen ständig: So weiß man inzwischen, dass es Unterschiede im Stoffwechsel und in der Wachstumsregulation von Krebszellen und normalen Zellen gibt. Diese können therapeutisch für einen gezielten Angriff auf die Krebszellen genutzt werden: Im Gegensatz zur konventionellen Chemotherapie, die unspezifisch alle Körperzellen angreift, wirken neue Arzneistoffmoleküle – z. B. Multi-Kinase-Hemmer – gezielt auf die Tumorzelle ein. Außerdem kann die neue zielgerichtete Therapie ambulant erfolgen, da das Medikament in Tablettenform eingenommen werden kann.
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