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Nierenzellkarzinom

Die meisten Krebserkrankungen der Niere sind so genannte Nierenzellkarzinome oder Hypernephrome. Auch die Begriffe Nierenkarzinom oder Adenokarzinom der Niere werden verwendet.

Das Nierenzellkarzinom entsteht durch bösartige Zellveränderungen in den Nieren, es geht von verschiedenen Zellen des Nierengewebes aus.

Nierenzellkarzinome gehören zu den seltenen Tumorerkrankungen. Es erkranken etwa 12.000 Menschen pro Jahr neu. Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko an, Männer sind etwa doppelt so oft betroffen wie Frauen. Weltweit nehmen die Neuerkrankungsraten zu.

Die Ursachen für die Entstehung von Nierenzellkarzinomen sind weitgehend unbekannt. Zigarettenrauch und erworbene Nierenzysten gelten ebenso als Risikofaktoren wie die Einwirkung ionisierenden Strahlen und Kadmium (z.B. aus Batterien). In seltenen Fällen entstehen Nierenzellkarzinome als Folge von genetischen Veränderungen.

Neue Therapieansätze

Im Gegensatz zur konventionellen Chemotherapie, die unspezifisch alle Körperzellen angreift, wirken neue Arzneistoffmoleküle – z. B. Multi-Kinase-Hemmer – gezielt auf die Tumorzelle des Nierenzellkarzinoms ein. Außerdem kann die neue zielgerichtete Therapie ambulant erfolgen, da das Medikament in Tablettenform eingenommen werden kann. Seit Juli 2006 ist der neue Multi-Kinase-Hemmer von Bayer Vital zur Behandlung des Nierenzellkarzinoms zugelassen.

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