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Non-Hodgkin-Lymphom Das Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) ist eine maligne Erkrankung, die das lymphatische System befällt. Sie geht von den Lymphozyten, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen, aus. Man unterscheidet zwei Haupttypen der Lymphozyten: B- und T-Lymphozyten (auch B- und T-Zellen genannt). Bei Erwachsenen haben ca. 85 % aller NHL ihren Ursprung in den B-Zellen. Die Gesamtzahl der NHL-Fälle in der Europäischen Union beträgt rund 230.000 bei einer jährlichen Neuerkrankungsrate von etwa 70.000. Derzeit steigt diese in Europa um 4 % jährlich. Die NHL werden klinisch in zwei allgemeine Kategorien unterteilt: die indolenten und die aggressiven Lymphome. Dabei ist das Fortschreiten der Erkrankung beim ersten Typ relativ langsam, beim aggressiven Typ dagegen sehr schnell. Zu den indolenten Lymphomen gehören die so genannten follikulären NHL. Patienten mit indolenten Lymphomen können nach Diagnosestellung häufig länger als 10 Jahre leben. Da die Krankheit mit der Zeit fortschreitet oder sich gar in einen aggressiven Typ umwandeln kann, ist eine wirksame Behandlung notwendig. Eine Heilung allerdings ist in der Regel nicht möglich. Etwa 45–50 % der Gesamtzahl der NHL zählt zur indolenten Form. Das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Diagnose liegt bei 55–60 Jahren. Das NHL kommt bei Männern etwas häufiger vor als bei Frauen. Risikofaktoren sind u.a. vorbestehende Infektionen (insbesondere mit HIV, Epstein-Barr-Virus und T-lymphotropem-Virus Typ 1), Exposition gegenüber bestimmten Chemikalien, vorangegangene Organtransplantation und positive Familienanamnese. Radioimmuntherapie Bei der Radioimmuntherapie (RIT) wurde die zielgerichtete Wirkung der Antikörpertherapie (z. B. mit Ibritumomab-Tiuxetan) mit der Effektivität der Strahlentherapie verbunden. Diese neuartige Behandlungsmethode ist gut verträglich und erreicht Langzeitremissionen, bei denen im Einzelfall auch nach sechs Jahren noch kein Fortschreiten der Erkrankung registriert wurde. Für den Patienten ist sie einfach und meist ambulant durchzuführen und im Vergleich zu anderen Therapieverfahren wird die RIT als sehr wenig belastend empfunden. Speziell für Ärzte, Apotheker und medizinisches Fachpersonal nach §10 HWG: Im Passwort-geschützten Bereich finden Sie umfangreiche, zusätzliche Informationen, welche orange markiert sind. ...bitte loggen Sie sich ein. |
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