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Service und Tipps rund um Schizophrenie

Wie stark wird die Verkehrstauglichkeit durch Psychopharmaka beeinträchtigt?

Psychopharmaka können die Verkehrstauglichkeit beeinträchtigen, es lassen sich jedoch keine festen Richtlinien aufstellen. Nur der behandelnde Arzt kann entscheiden, ob der Patient durch die Medikamente soweit beeinträchtigt ist, dass er nicht Auto fahren sollte.

Grundsätzlich sollte jeder Patient die Frage der Verkehrstauglichkeit mit seinem behandelnden Arzt besprechen und ihn bitten, seine Einschätzung der Verkehrstauglichkeit im Krankenblatt oder in der Karteikarte niederzulegen.

Wie erleben Angehörige die Krankheit?

Bei einem Teil der Patienten heilt die Psychose folgenlos aus. Oft müssen sich die Angehörigen aber damit auseinandersetzen, dass der Patient nach Abklingen der akuten Psychose irgendwie verändert ist, dass er nicht mehr ganz der Mensch ist, den sie aus der Zeit vor der Krankheit kennen.

Patienten, bei denen Schwung und Initiative darniederliegen, müssen immer wieder dazu angehalten werden, morgens aufzustehen, sich anzuziehen, sich zu waschen, in die Schule oder zur Arbeit zu gehen.Bei manchen schwerer beeinträchtigten Patienten ist die Einsicht in die eigene Krankheit einem ständigen Wechsel unterworfen: manchmal erkennen sie, dass sie krank sind, manchmal fühlen sie sich trotz eindeutiger Krankheitszeichen völlig gesund.

Viele Patienten sind nach Abklingen der akuten Psychose zwar tatsächlich weniger belastbar, schonen sich jedoch mehr als notwendig. Insofern bewährt sich meist ein Umgangsstil, der beide Elemente beinhaltet, sowohl die Geduld als auch die Bereitschaft, dem Patienten im Bedarfsfall klare Anweisungen zu geben.

Wie können die Angehörigen helfen?

Sehr wichtig für einen an Schizophrenie Erkrankten ist die Unterstützung durch Familie, Freunde und Arbeitskollegen. Sie können helfen, die Belastungen im Umfeld des Betroffenen, die zum Ausbruch der Krankheit beigetragen haben, zu reduzieren. Und sie können gemeinsam, in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt lernen, Stress-Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Ihre Offenheit im Umgang mit der Krankheit und mit den damit verbundenen Sorgen und Ängsten kann das Vertrauen schaffen, das ein Patient dringend benötigt, um Mut zu schöpfen, mit der Krankheit zu leben.

Ehrlichkeit ist für den Erkrankten eine große Orientierungshilfe in einer Welt, die in seiner Wahrnehmung von Verfolgern und Ängsten regiert wird. Sie schafft die Vertrauensbasis, die für den Patienten notwendig ist, um seine seelische Stabilität wiedererlangen zu können.

Es zeigt sich immer wieder, dass es sich auf den Krankheitsverlauf günstig auswirkt, wenn die anderen Familienmitglieder den Patienten in seiner Krankheit akzeptieren und ihm trotz seiner Krankheit ihre Zuneigung zeigen, wenn sie Krankheitssymptome als Krankheitssymptome nehmen und nicht auf sich selbst beziehen, wenn sie vom Patienten nicht mehr und nicht weniger verlangen, als er zu leisten in der Lage ist, wenn sie ihn nicht übermäßig behüten und sich nicht selbst wegen der Krankheit schämen.

Fast 2/3 aller Angehörigen fühlen sich durch die krankheitsspezifischen Probleme subjektiv selbst sehr beeinträchtigt. Nur wenn es den Angehörigen gutgeht, können sie auch den Betroffenen helfen. Deshalb hat die Teilnahme an Angehörigengruppen bewährt, weil die Betroffenen durch den gemeinsamen Erfahrungsaustausch erkennen, dass es überall ähnliche Schwierigkeiten gibt. Dort werden auch neue Umgangshilfen und Bewältigungsstrategien vermittelt.

Wie kann der Betroffene mit der Krankheit leben?

Die Schizophrenie ist eine Krankheit,

  • die bei einem kleinen Teil der Patienten gänzlich ausheilt, bei dem größeren Teil allerdings lebenslang bleibt.

  • die aber durch entsprechende individuelle medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung und unter Einbeziehung der Angehörigen im allgemeinen gut in den Griff zu bekommen ist, so dass Patienten am Leben teilnehmen können und Lebensqualität haben.

Speziell für Ärzte, Apotheker und medizinisches Fachpersonal nach §10 HWG:

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